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Durchaus Ähnlichkeiten in ihrem Wesen weisen die beiden Tierkreiszeichen Zwilling und Löwe auf. Mitunter sind die Parallelen im Charakter sogar so ausgeprägt, dass man fast schon geneigt ist, von Seelenverwandtschaft zu sprechen. So ist es nur wenig erstaunlich, dass die beiden einander sehr zugetan sind und sich mitunter Hals über Kopf ineinander verlieben. Sie verstehen sich auf Anhieb und harmonieren von Anfang an erstaunlich gut.

Diese ausgeprägte Harmonie kann aber laut Horoskop ihre Tücken haben. Dies liegt daran, dass Zwilling und Löwe neben zahlreichen anderen Ähnlichkeiten auch das Bestreben teilen, im Mittelpunkt zu stehen. Das wiederum kann nur allzu oft in einen Wettstreit ausarten, wer denn nun den wichtigere der beiden Partner ist und wem das Bad in der Menge eher zusteht. Wer dabei nicht die Nase vorne hat, wird rasch neidisch und eifersüchtig – Konflikte in der Beziehung sind damit vorprogrammiert und lassen sich nur vermeiden, wenn Rangordnung und Kompetenzen in einem freundschaftlichen Gespräch rechtzeitig geklärt werden.

Ganz anders verhält sich die Lage, wenn Zwilling und Jungfrau auf einander treffen. In diesem Fall ist das Fundament für eine Partnerschaft äußerst zerbrechlich, sind die Interessen und Vorlieben doch nur allzu unterschiedlich. Und dennoch: Nicht jede Kombination aus diesen beiden Sternzeichen muss von vornherein zum Scheitern verurteilt sein! Die Jungfrau ist oft von der Unternehmungslust des Zwillings – wenigstens am Anfang – fasziniert, während der Zwilling bei der Jungfrau einen Ruhepol und einen vernunftbegabten Menschen findet, bei dem er sich wohl fühlt.

Betrachtet man die Horoskope dieser beiden Sternzeichen, so erkennt man auch, dass es in sexueller Hinsicht alles andere als langweilig zu werden verspricht. Die Jungfrau kann ihre kühle Distanziertheit im Bett durchaus ablegen und durch eine feurige Leidenschaft ersetzen, die den Zwilling fesselt. Auf Dauer dürften Probleme allerdings vor allem in der Form auftreten, dass die Jungfrau ein eher häusliches Wesen ist, das die Abende lieber zu zweit verbringt, während der Zwilling sein Publikum braucht und den unbändigen Drang verspürt, sich unters Volk zu mischen.

Das siebente Sternzeichen im astrologischen Jahreszyklus der Indianer Nordamerikas ist der Specht. Der Mond (= Monat) des Spechts beginnt nach unserem Kalender am 21. Juni und endet am 19. Juli. Specht-Geborene sind äußerst empfindsame Wesen – ähnlich wie die Krebse im westlichen Horoskop, mit denen sie ja zeitlich weitestgehend zusammenfallen. Ihre Sensibilität kann allerdings auch zu erheblichen Stimmungsschwankungen führen, die sie gelegentlich etwas unberechenbar machen. Das äußert sich beispielsweise auch darin, dass Spechte relativ schnell eingeschnappt sind – oft genügt eine bloße Lappalie und der Betroffene ist schon beleidigt.

Diese Eigenschaften machen natürlich auch das Liebensleben der Spechte nicht gerade einfacher. Ihre Schüchternheit und Zurückhaltung hindert sie daran, offen auf andere Menschen zuzugehen und ihre Sensibilität bewirkt, dass so mancher Flirt ein jähes Ende nimmt, bevor er eigentlich so richtig begonnen hat. Diese Faktoren bringen es naturgemäß mit sich, dass Specht-Menschen nicht gerade zu den Womanizern oder Vamps unter den indianischen Sternzeichen gehören. Als ausgesprochene Familienmenschen ziehen sie eine monogame Ehe oder eine andere Langzeitpartnerschaft prickelnden Abenteuern allemal vor und setzen dabei gleichzeitig auf Werte wie Treue und Aufrichtigkeit.

Um die Familienidylle auch perfekt zu machen, sind Spechte in fast obsessiver Manier darauf versessen, ihren Angehörigen ein komfortables Zuhause zu bieten. Da dies bekanntlich nicht ganz billig ist, arbeiten sie äußerst fleißig und ambitioniert, um das nötige Kleingeld zusammenzubringen. Dabei käme es einem Specht nie in den Sinn, seine sichere Position zugunsten ideeller Werte wie Selbstverwirklichung aufs Spiel zu setzen. Wenn die Bezahlung passt, fühlt sich der Specht wohl. Auch bei den Kollegen ist dieser stille und unauffällige Zeitgenosse recht beliebt, weil er sich nicht wichtig macht und ausgesprochen hilfsbereit ist.

Der Schütze (23. November bis 21. Dezember) ist das neunte Sternzeichen im Horoskop. Die in diesem Zeichen Geborenen gelten als sehr unorthodoxe Menschen, die sich von allem Andersartigen in hohem Maße angezogen fühlen. Sie lieben Fremdsprachen, reisen gerne in exotische Länder und beschäftigen sich mit geheimnisvoll wirkenden Lehren oder Philosophien.

Das macht sich auch im Berufsleben bemerkbar und fängt schon damit an, dass diese Sternzeichen vorwiegend ausgefallene Berufe ergreifen oder unübliche Dienstverhältnisse eingehen. Auf diese Ausnahmestellung legen die Schützen so großen Wert, dass sie nur selten zögern, sich beruflich zu verändern, wenn sie sich in ihrem Job nicht wohl fühlen. Das macht sie zu relativ unberechenbaren Mitarbeitern, die diesen Unsicherheitsfaktor aber durch originelle Ideen und Lösungsvorschläge sowie vor allem durch viel Humor und eine ausgeprägte Ehrlichkeit wettmachen.

Diese beiden Eigenschaften sorgen auch dafür, dass Schützen im Kollegenkreis relativ beliebt sind. Vor allem den Humor und eine Portion Charme haben sie auch bitternötig, denn sie laufen manchmal Gefahr, dass ihre übertriebene Ehrlichkeit an Taktlosigkeit grenzt und so manchen Kollegen vor den Kopf stößt. Wenn sie selber im Chefsessel sitzen, so können Schützen ebenfalls sehr unverhohlen Kritik äußern und Mitarbeiter verschrecken. Andererseits sind sie aber auch faire, gerechte und verantwortungsvolle Vorgesetzte.

In Sachen Liebe sind die Schützen ziemliche Draufgänger. Ob Mann oder Frau: Dieses Sternzeichen ist einem Flirt niemals abgeneigt und schäkert bei jeder Gelegenheit, was das Zeug hält. Das führt nicht nur dazu, dass Schützen relativ häufig ihre Partner wechseln, sonder hat auch zur Folge, dass sie partnerschaftliche Treue bestenfalls als unverbindliche Empfehlung betrachten. Bis zum Äußersten muss es dabei dennoch nicht kommen: Oft geht es ihnen mehr um das erotische Prickeln als um den eigentlichen Sex…